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Ich baue Websites und seit einiger Zeit auch Apps. Die erste war für meinen eigenen Onlineshop. Dabei habe ich gelernt, dass die Technik der kleinere Teil ist. Der größere ist, vorher genau zu wissen, wofür die App da sein soll.
Die ehrlichste Frage zuerst. Eine App lohnt sich, wenn dieselben Leute sie immer wieder benutzen: dein Team jeden Tag, deine Stammkunden jede Woche. Für etwas, das man einmal im Jahr braucht, lädt niemand eine App. Dafür reicht eine gute Website. Wenn du nur gefunden werden und Anfragen bekommen willst, ist eine Website fast immer die bessere und günstigere Wahl.
Meine Top-Tipps
Das sind zwei völlig verschiedene Vorhaben. Eine App fürs Team bildet eure Abläufe ab: Aufträge, Kundenanfragen, Aufgaben, Übergaben. Sie muss nicht schön sein, sondern schnell und zuverlässig. Eine App für Kunden muss dagegen ohne Erklärung funktionieren und einen Grund liefern, sie zu behalten: Termin buchen, Bestellung verfolgen, Stammkundenvorteil. Entscheide dich für eine der beiden Gruppen, bevor du über Funktionen nachdenkst.
Es gibt grob drei Wege. Die klassische App wird für das jeweilige Handy-System gebaut und über den App Store oder Play Store verteilt. Die Web-App läuft im Browser und lässt sich wie eine App auf den Startbildschirm legen, ganz ohne Store. Dazwischen gibt es Mischformen, die einmal entwickelt werden und auf beiden Systemen laufen. Welcher Weg passt, hängt davon ab, was die App können muss und wer sie benutzt. Für eine App fürs eigene Team ist der Weg ohne Store oft der einfachste.
Meine Top-Tipps
Nicht die Anzahl der Bildschirme, sondern was dahinter passiert. Teuer wird es durch Anmeldung mit verschiedenen Rollen, Zahlungen, Anbindung an andere Programme, Arbeiten ohne Internetverbindung und alles, was in Echtzeit zwischen mehreren Geräten abgeglichen werden muss. Günstiger wird es, wenn du mit dem Kern anfängst: der einen Sache, die jeden Tag Zeit kostet. Einen seriösen Preis kann dir niemand nennen, bevor klar ist, was die App tun soll. Wer es trotzdem tut, rät.
Meine Top-Tipps
Ein gutes Angebot beschreibt, was die App können wird, und zwar so, dass du es verstehst. Es nennt einen festen Preis oder klare Etappen. Es sagt, wem der Code am Ende gehört und was der laufende Betrieb kostet. Und es sieht vor, dass du früh eine Fassung zum Ausprobieren bekommst. Fehlt einer dieser Punkte, frag nach. Bei mir bekommst du den festen Preis nach einem kurzen Gespräch, und die App gehört am Ende dir.
Eine App ist nie fertig. Handy-Systeme ändern sich, dein Betrieb ändert sich, und im Alltag fällt auf, was man vorher nicht bedacht hat. Plan deshalb von Anfang an ein, wer sich nach dem Start kümmert und was das kostet. Eine App ohne Betreuung funktioniert eine Weile und dann irgendwann nicht mehr.
Praxis-Tipps
Schreib auf, welche Arbeit sich bei dir jeden Tag wiederholt
Entscheide dich zuerst: App fürs Team oder für Kunden
Fang mit einer einzigen Kernfunktion an
Frag, wem der Code gehört und was der Betrieb monatlich kostet
Verlang früh eine Fassung zum Ausprobieren
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