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Ich betreibe selbst einen Onlineshop: Bimmer-Garage, Teile für BMW. Deshalb weiß ich, dass der Bau des Shops der kleinere Teil der Arbeit ist. Der größere fängt danach an.
Der erste Weg ist ein fertiges Shop-System, das du monatlich mietest. Es bringt Warenkorb, Zahlung und Verwaltung mit, und du kannst schnell starten. Mein eigener Shop läuft auf so einem System, auf Shopify. Der zweite Weg ist ein eigens programmierter Shop. Der lohnt sich, wenn du etwas brauchst, das fertige Systeme nicht hergeben: besondere Preisregeln, einen Konfigurator, die Anbindung an deine eigene Warenwirtschaft.
Meine Top-Tipps
Eine normale Website zeigt etwas. Ein Shop muss rechnen, Geld annehmen, Bestellungen verwalten, Mails verschicken und Rechnungen schreiben. Dazu kommen Produktseiten, Kategorien, Suche und Filter. Jedes Stück davon muss fehlerfrei laufen, weil es um Geld geht. Deshalb ist ein Shop immer deutlich aufwendiger als eine Seite mit Leistungen und Kontaktformular.
Eine Seite mit Shop oder Kundenkonto fängt bei mir bei 5.890 Euro netto an. Das „ab“ ist ernst gemeint: Wie viele Produkte, welche Zahlungsarten, welche Sonderwünsche, das bestimmt den Aufwand. Den festen Preis nenne ich dir nach einem kurzen Gespräch, bevor du irgendetwas unterschreibst. Nachträglich teurer wird es nicht. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting und die Gebühren des Zahlungsanbieters, die pro Bestellung anfallen.
Meine Top-Tipps
Ein Shop in Deutschland braucht mehr als ein Impressum: unter anderem eine Widerrufsbelehrung, Geschäftsbedingungen, korrekte Preisangaben mit Steuer und Versand und einen eindeutig beschrifteten Bestellknopf. Fehler hier können abgemahnt werden. Ich baue die Stellen ein, an denen diese Texte stehen müssen. Die Texte selbst holst du dir von einem Anwalt oder einem darauf spezialisierten Dienst. Ich bin Webentwickler, kein Jurist.
Meine Top-Tipps
Aus eigener Erfahrung: Die Technik ist selten das Problem. Schwierig sind gute Produktfotos, Beschreibungen, die Fragen beantworten, Versand und Retouren, die sich rechnen, und Kundenanfragen, die jemand beantworten muss. Und natürlich Besucher. Ein Shop, den niemand findet, verkauft nichts. Plan deshalb von Anfang an ein, woher die Leute kommen sollen: über Google, über Anzeigen, über deine bestehenden Kunden.
Du musst nicht mit tausend Produkten starten. Oft ist es klüger, mit wenigen Artikeln zu beginnen, die Abläufe einzuspielen und dann zu erweitern. Manchmal reicht am Anfang sogar eine normale Website mit Anfrageknopf statt Warenkorb, um zu sehen, ob die Nachfrage da ist. Das spart Geld, bis du weißt, dass sich der Shop lohnt.
Praxis-Tipps
Schreib auf, was dein Shop können muss, bevor du Angebote einholst
Klär früh, wer Versand, Retouren und Kundenfragen übernimmt
Hol die Rechtstexte von jemandem, der dafür haftet
Plan Geld und Zeit für gute Produktfotos ein
Fang mit wenigen Artikeln an und erweitere dann
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